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„Es ist eine universelle Botschaft – und in diesen Tagen scheint sie dringender, aber auch hoffnungsvoller denn je: Alle Menschen werden Brüder. Und es ist diese Botschaft, die durch jede Note, jede Bewegung von Maurice Béjarts Inszenierung von Beethovens Ninth Symphony schimmert. Wieso sie bei Béjart so deutlich wird, zeigt sich bereits beim Blick auf die Besetzung: 39 Tänzer aus 15 Nationen, ein Orchester aus Israel, ein indischer Dirigent, ein japanisches Ensemble, ein französisches Ensemble, ein französischer Choreograph, deutsche Worte und Musik. Seit mehr als 25 Jahren schlägt die Produktion Zuschauer in ihren Bann – auf der ganzen Welt: Ein weiterer Beweis, dass ihre Musik und Bilder in der Lage sind, Menschen weltweit zu berühren und zusammenzubringen, unabhängig von Nationalität, Religion, Alter, Geschlecht und all den anderen Faktoren, die an anderen Orten und in anderen Situationen Gräben zwischen Menschen schlagen. Umgesetzt wird diese Botschaft in einer schlicht wunderschönen Inszenierung: Béjart erschafft Bilder von fast träumerischer Schönheit, oft aus ungewohntem Blickwinkel: Die Kamera erhebt sich hoch in die Luft und beobachtet die Tänzer aus der Vogelperspektive. So entstehen Bilder, die in ihrer Art schon fast an Mandalas erinnern.