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Wie kein anderer bestimmte Alvar Aalto den Stil der finnischen Architektur maßgeblich mit. Nachdem er in Helsinki studierte, eröffnete er 1923 in Jyväskylä sein erstes Architekturbüro. Ein Jahr später heiratete er seine Assistentin Aino Marsio, die wie Alvar ebenfalls in Helsinki Architektur studierte. Die Flitterwochen verbrachten die beiden in Italien. Die Eindrücke aus dem Land prägten ihre folgenden Arbeiten maßgeblich. Neben Architekturaufträgen erhielten sie auch vermehrt Anfragen, Möbel zu entwerfen, wonach das Paar den Möbelherstellungsbetrieb Artek gründete. Die bekannte Aalto-Vase ist mittlerweile ein Klassiker des modernen Designs. Nachdem sie mit ihren Aino-Alto-Gläsern gegen ihren Mann die Goldmedaille bei der Triennale in Mailand gewann, wurde sie Chefdesignerin von Artek. Alvar selbst lehrte ab 1940 am MIT in Cambridge und entwarf das dortige Studentenwohnheim Baker House. Seine Frau Aino starb am 13. Januar 1949. Alvar heiratete 1952 erneut, ehe er am 11. Mai 1976 starb. Im Laufe seines Schaffens war er an fast 200 Projekten beteiligt, von denen in Deutschland im Berliner Hansa-Viertel, in Essen und Wolfsburg Aalto-Bauten zu sehen sind.